Nach dem Anschlag auf den CSD: Wie steht's mit der Solidarität?

Shownotes

Als beim Christopher Street Day im Berliner Tiergarten das Wort “Evakuierung” auf den Bildschirmen aufleuchtete, stand taz-Redakteur Stefan Hunglingerin der Menge. Abdul B. hatte am Rande des Tiergartens ein Auto in die Menschenmenge gesteuert. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Statt Solidarität hat Stefan Hunglinger nach dem Attentat viel Häme gegenüber der queren Community wahrgenommen. Darüber spricht er in dieser Folge von Reingehen mit Sophie Fichtner.

Im zweiten Teil blicken wir nach Argentinien. Das Land hatte, im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern, eine eigene Industrie. Seit zweieinhalb Jahren ist Javier Milei an der Macht, der mit seinen anarchokapitalistischen Vorstellungen die Wirtschaft in Argentinien umbaut. Was das für die Menschen im Land bedeutet erzählt Sophia Boddenberg, Korrespondentin der taz und freie Autorin in Südamerika.

📖 Zu den Texten aus der wochentaz vom 01.08.2026

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Transkript anzeigen

00:00:02: Hi und herzlich willkommen zu Reingehen, dem Podcast der Wochentats.

00:00:06: Jede Woche besprechen wir hier zwei Geschichten aus unserer aktuellen Ausgabe zusammen mit den AutorInnen.

00:00:13: Diese Woche geht es um den Anschlag auf den CSD in Berlin, der sich gegen queere Menschen richtete.

00:00:19: Politikerinnen sprachen diese Woche von einem Anschlag gegen uns alle Aber steht die Mehrheit der Gesellschaft wirklich auf der Seite der Queers?

00:00:28: Und wir schauen nach Argentinien.

00:00:30: Der argentinische Präsident Ravi Melay baut die Wirtschaft radikal um, das Ergebnis ist schließen immer mehr Fabriken und Arbeiter verlieren ihre Jobs.

00:00:40: Ich bin Sophie Fichtner, schön dass ihr dabei seid!

00:00:45: Stefan Hunglinger ist nämlich nicht nur host dieses Podcast, sondern vor allem auch Redakteur im Politikteam der Wochentatz.

00:00:55: Er schreibt häufig zu queeren und Kirchenthemen.

00:00:58: Und ich freue mich sehr, dass du jetzt da bist!

00:01:00: Alle so viel, ich freu' mich auch!

00:01:01: Hi Stefan!

00:01:02: Letzte Woche warst du beim Christopher Street Day im Tiergarten und hast mitbekommen wie auf den Bildschirm dann plötzlich das Wort Evakuierung aufleuchtete.

00:01:11: Abdul B. hatte ein Auto am Rande des Tiergartens in die Menschenmengen gesteuert, durch dieses Attentat starben eine Frau und neunundzwanzig Menschen wurden teils schwer verletzt.

00:01:21: Wie hast du diese Woche verbracht?

00:01:24: Puh!

00:01:25: Schon bisschen wie unter einer Glocke oder ein bisschen dumpf.

00:01:29: Das Ding ist wenn man als Reporter- oder Journalist in schwierige oder brenzliche Situation geht dann Man legt sich so ein bisschen einen emotionalen Panzer um oder tatsächlich auch ja irgendwie eine Schutzkleidung, aber ich war halt am CSD völlig als Privatperson.

00:01:46: Es war ein wunderschöner Tag mit Freundinnen und dann rutscht man da halt zu rein.

00:01:50: also ich war wirklich ein paar hundert Meter im Tiergarten mit einem Freund unterwegs und das hängt mir schon nach.

00:01:58: Aber ich habe eben auch ganz viel gesprochen mit Freunden, die auch dort waren Menschen und auch hier in der Redaktion.

00:02:06: Und Arbeiten hilft ja auch immer ganz gut, arbeiten verarbeiten

00:02:11: kann man sich irgendwie reinstürzen und auch verkriechen.

00:02:14: dann in seiner Arbeit.

00:02:16: In deinem Text schreibst du dass man im Judentum sieben Tage hat um zu trauern.

00:02:21: die Spiegel werden in dieser Zeit auch abgehängt weil das keine Eitelkeit geben darf und man Ruhe braucht umzutrauern.

00:02:28: und Du sagst auch dass diese sieben tage der queeren Community nicht gewährt wurden.

00:02:33: Wie genau wurden sie dann gestört in ihrem Trauern?

00:02:37: Also ich hätte den Eindruck, die queere Community, dass alle, die da angegriffen wurden sofort von Sekunde eins an eigentlich so im Abwehrkampf waren.

00:02:48: Im Abwehrmodus, das dieser Anschlag nicht von rechts vereinnahmt wird.

00:02:56: Ich meine, die Community hat es denn auch gemacht.

00:02:58: Ich war am Tag danach, es war ja nur wenige Stunden später auf einer... Ganz nahe am Tatort.

00:03:05: Am Brandenburger

00:03:05: Tor, oder?

00:03:06: Da hat gleich wirklich am Tag der Nacht die Drag Queen Barbie Breakout Die Worte gefunden.

00:03:12: Islamismus ist per se queerfeindlich und freiheitsverachtend.

00:03:15: islamismus tötet aber Und das fand ich wirklich bemerkenswert Lässt aus dem was passiert es keinen arg wohnwachsen gegenüber muslimischen menschen und Hat wirklich von tag eins an haben die leute gewahren davor Von einer vereinnahmung von rechts Und ich fand, dass das nötig war.

00:03:33: Also die Community selbst, was dann übernehmen muss quasi zu Vernunft aufzurufen und zu Differenzierung aufzurufen.

00:03:41: Das und damit vor allem beschäftigt ist so, dass es eigene Trauern vielleicht zu kurz kommt.

00:03:47: Das fand ich schon eine ziemliche Zumutung und deshalb habe ich dieses Bild von der Shiva gewählt oder Ich bin nicht jüdisch aber ich fand das ein sehr passendes Bild.

00:03:56: gebt der Community doch zumindest sieben Tage zum Trauen bevor wir dann die anderen debatten führen.

00:04:02: Ja, absolut.

00:04:03: und statt eben auch diesen Raum zu geben trauern zu können wurde vor allem in den sozialen Medien sehr viel.

00:04:12: da hast du sehr viele Hemer wahrgenommen.

00:04:14: Inwiefern hat sie das denn gezeigt?

00:04:16: Eben diese Vereinbarungen von rechts also der wurden von rechts in Beiträgen alle möglichen Debatten vermischt und das übliche Feinbed konstruiert und bedient dieses Fein-Bed dass man als Vogue titulieren kann oder als Bundland, wie die ja auch manchmal sagen.

00:04:37: Und damit sind dann gemeint alle Menschen mit Migrationsgeschichte, Linke, Grüne eben auch Queers und alle, die halt eigentlich für eine vielfältige Gesellschaft stehen und eintreten.

00:04:49: Das sind quasi die Woken.

00:04:51: Der Teenor bei diesen Beiträgen ist dann vereinfacht gesagt selber schuld!

00:04:57: Also wenn ihr Leute reinlastt, Geflüchtete reinlasten aus mehrheitlich muslimischen Ländern dann braucht ihr euch quasi auch nicht wundern.

00:05:04: Wenn ihr angefahren werdet.

00:05:05: Das ist so krass!

00:05:07: Und das fand ich eine wahnsinnig...eine Zumutung und ne wahnsinnige Pietätlose in Dreh aus dem was passiert ist.

00:05:15: Und dass eben schon von Tag eins waren quasi.

00:05:18: Ja

00:05:18: absolut total Pietätlos.

00:05:20: und was war das denn für AkteurInnen diese Meinung verbreitet haben?

00:05:24: Die gesagt haben ja selbst schuld

00:05:26: Da hast du eine völlig verrückte Mischung, da findest du die Esoterik-Influencerin.

00:05:32: Die auch so Mama-Content irgendwie macht zu Biomama-Contents.

00:05:35: Da findest Du so rechte Motivationstrainer, die vor allem an Männer sich richten.

00:05:40: Da hast Du konservative aus dem USA, die plötzlich diesen deutschen Fall da beackern und sagen das hat Deutschland jetzt von seiner liberalen Flüchtlingspolitik.

00:05:51: Da ist sogar afrikanische Evangelikale, die sich in die Debatte einmischen.

00:05:56: Und der gemeinsame Nenner ist im Grunde ausschließlich, dass man die Chance nutzt jetzt quasi ziemlich freizügig herziehen zu können über den Islam.

00:06:06: Das ist so der gemeinsamen Nenna, den ich da erkenne.

00:06:10: Ich kann vielleicht noch den Comedian Daniel Ryan Spaulding nennen, wer das Ganze irgendwie in den Kontext setzte, der Palestina-Solidarität und tatsächlich einfach ein Foto von diesem Anschlagsort postete und dann drüber geschrieben hat... Da habt ihr jetzt eure in die Fahrt der Revolution Berlin selber schuld.

00:06:28: Und das finde ich schon irgendwie eine krass pädagogischen Umgang mit dem, was passiert

00:06:32: ist.".

00:06:32: Ja wahnsinnig geschmacklos und da werden auch ganz viele Dinge dann irgendwie zusammen gemischt und einen Topf geworfen, die auch gar nicht unbedingt so zusammengehören.

00:06:41: Bundeskanzler Friedrich Merz sprach dann bei einem Gottesdienst in Berlin Mitte – er war immerhin zurückhalten, nicht ganz so haut rauf wie sonst vielleicht?

00:06:50: Trotzdem kam dir seine Rede irgendwie höhnisch vor!

00:06:54: Was hatte daran nicht gefallen?

00:06:56: Also ich glaube, nicht nur mir kam das Fynnisch vor.

00:06:58: Sondern vielen.

00:06:59: aber erst mal glaub' ich kann man sagen der Bundeskanzler hat total Recht wenn er sagt dass nicht erst ein tödlicher Anschlag die Freiheit gefährdet sondern dass das Problem im Grunde beginnt bei Ausgrenzung, bei Diskriminierung, bei blöden Sprüchen.

00:07:12: und der hat ja in der Marienkirche dann gesagt es beginnend im Grund schon bei dummen Redensarten und schlechten Witzen.

00:07:19: damit hat er vollkommen recht würde ich sagen.

00:07:21: Das Problem ist nur, dass Friedrich Merz sich in der Vergangenheit halt immer wieder selbst, wie soll ich sagen, flapsig geäußert hat und schlechte Witze-und Domeränensarten gebracht hat.

00:07:32: Zum Beispiel hat er über den Berliner Explorermeister Klaus Woverer, der mal gesagt, ich habe gar kein Problem damit das der schwul ist wenn er sich fernhält von mir.

00:07:40: So eklig?

00:07:42: Er wurde auch mal gefragt, hätten Sie ein Problem mit einem schwulen Bundeskanzler?

00:07:46: Und da hatte er auch gemeint Nesexuelle Orientierung.

00:07:48: Das Privatsache und hängt aber dann sofort eines der ältesten Sondiments gegen Schwule an solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und quasi Kinder verschont bleiben und dass Kinder nicht betrifft.

00:08:03: Also selber diese immer wieder homophobische Kommentare gebracht.

00:08:08: Und natürlich ist seine Politik auch eine die man jetzt glaube ich queerfreundlich bezeichnen kann.

00:08:14: Ja, das schwingt mit seiner Rede so mit alles was er vorher gesagt hat und deshalb nimmt man das wahrscheinlich auch

00:08:21: schlechter ab.

00:08:21: Deswegen guckt es heuchlerisch also durch Elnastich.

00:08:23: auch letztes Jahr wurden ganz viele CSDs zum Beispiel von rechts angegriffen.

00:08:27: ja ich erinnere mich

00:08:28: Und dann war die Forderung an stark okay.

00:08:30: Julia Klöckner als Bundestagspräsidentin mischt den nicht mehr die Regenbogenfahrene zum CSD-Hissen auf dem Reichstagsgebäude Und Friedrich Merz hat ihr zugestimmt und gesagt, das ist schließlich auch kein Zirkuszelt.

00:08:43: Und Quiers sehen in diesem Bild natürlich sowas wie die Zirkuspferdchen oder Zirkustiere.

00:08:48: In anderen Betreuungslagen war da halt Null an Empathie für die Queer-Community.

00:08:56: Eine andere Figur ist noch Karin Prien.

00:08:58: Sie ist die Familienministerin damit auch irgendwie so ein Stück weit Queer-Ministerin, was sie natürlich auf keinen Fall so sagen würde.

00:09:06: Aber Sie hat mit März den Tatort besucht im Tiergarten.

00:09:12: Nimmst du ihr denn diese Trauer irgendwie ab?

00:09:16: Die trauen nämlich ihr total ab!

00:09:18: Ich glaube das die wirklich tief bestürzt ist Frau Brinn.

00:09:21: ich glaube auch dass dieselbe als Frau in der Regierung und als Jüdin bestimmt auch furchtbar viel Scheiße abbekommt in den sozialen Medien aber auch sonst.

00:09:32: Also ich glaube, sie weiß auch was das im Grunde bedeutet als Ziel dazustehen.

00:09:37: Aber sie hat halt seit ihrer Ernährung zur Ministerin auch wirklich einen rechten konservativen Kulturkampf mitgemacht oder sich dafür einspannen lassen und deswegen ist da schon jetzt quasi der Vorwurf des heuchlerischen im Raum vonseiten der queeren Community also sehr nur um zwei Beispiele zu nennen.

00:09:58: Sie hat zum Beispiel sofort die Abteilung für Queerpolitik in ihrem Ministerium unbenannt, die heißt jetzt nicht mehr so.

00:10:05: Sie hatte sofort dafür gesorgt dass Gendersternchen in den Schreiben des Ministeriums verschwinden gibt es jetzt auch nicht mehr.

00:10:12: aber sie hatte ganz und das ist viel wichtiger und substanzieller.

00:10:17: Und sie hat Gelder gekürzt gerade im Bereich Demokratieförderungen Förderung von queeren Projekten auf dem ländlichen Raum Und das mit der Begründung Vielfalt ist für mich staatlich nicht förderwürdig.

00:10:32: Vielfald ist kein Förderziel für mich,

00:10:34: hat sie damals

00:10:34: in der Tat gesagt.

00:10:35: Ja, das Geld sollte irgendwie mehr in die Mitte der Gesellschaft sein.

00:10:38: Das

00:10:38: Geld soll mehr in den Mitteln der Gesellschaft, dann werden Sie sowas wie Sportvereine oder Feuerwehren... Die Frage ist nur was sind Quirsten?

00:10:45: Sind die am Rande der Gesellschaft und findet sich das gut wenn die am rande der gesellschaft sind?

00:10:51: Ein anderes Beispiel wäre wahrscheinlich auch noch dass sie noch kurz vor dem CSD, dem queeren Jugendnetzwerk Lander zum Beispiel die Gelder gestrichen hatte das über sechsunddreißig Jahre staatlich gefördert wurde.

00:11:03: Das sind einfach schon krasse Einschnitte für die Community.

00:11:07: Ja ich erinnere mich heute gab es dann einen großen Aufschrei.

00:11:11: trotzdem sprechen Politikerinnen jetzt diese Woche häufig von einem wir dass angegriffen wurde wie alle sind irgendwie.

00:11:18: das ist ein Angriff auf uns alle.

00:11:21: Was erwartet denn dann die Queer-Community von PolitikerInnen, wenn sie sagen wir alle sind hier betroffen?

00:11:29: Ich finde das Wir kann man schon auch nennen in so einer Situation.

00:11:32: Wenn man das andere nicht weglässt und sagt in erster Linie ist es ein Angriff auf die queere Community aber es trifft auch uns alle als Gemeinschaft oder als demokratisches Gemeinwesen oder so.

00:11:43: Das finde ich kann man ja machen.

00:11:44: Eine kann man nur nicht weggelassen finde ich.

00:11:46: Und was jetzt erwartet wird ist natürlich vielfältig.

00:11:49: Jetzt an diesem Samstag ist CSD in Hamburg und da werden natürlich wieder Forderungen der Community auf die Straße getragen.

00:11:57: Und eine, und die erste Forderung ist zum Beispiel dass das Grundgesetz geändert wird, und zwar der Artikel drei wo Diskriminierung wegen des Geschlechts, wegen der Abstammung der Sprache, der Heimat- und Herkunft des Glaubens unter politischen Anschauungen verboten wird im Grundgesetz.

00:12:16: Und eine der Forderungen der Community ist jetzt zu sagen, da muss auch die sexuelle und geschlechtliche Identität rein und geschützt werden mit Verfassungsrang.

00:12:27: Das ist eine der Vorderungen und die wird jetzt auch aufgegriffen nach diesem Attentat und gepusht um zu sagen ihr könnt nicht so weitermachen wie vorher.

00:12:36: hier es ein Einschnitt und das muss auf der Ebene des Grundgesetzes verankert werden.

00:12:43: Was braucht es dafür, damit das Grundgesetz geändert werden kann?

00:12:46: Da braucht's die bekannte Zweidrittelmehrheit im Bundestag.

00:12:50: Und die SPD hat jetzt wieder aufgegriffen diese schon alte Forderung.

00:12:55: Die Linkspartei hat gesagt wir machen sofort mit.

00:12:57: Die Grünen werden sich auch nicht sperren.

00:13:00: Jetzt hängt natürlich an der CDU und da sie die Community oder große Teile der Community jetzt glaube ich auch in den Handlungsbedarf aufseiten der CDU damit zu machen.

00:13:11: zumindest Das wäre ein Zeichen, das ist symbolisch.

00:13:15: Das verhindert auch keinen Anschlag aber zumindest dieses Zeichen.

00:13:19: wir nehmen wahr unter welchem besonderen Druck die Community auch steht.

00:13:23: Ja

00:13:24: ich bin gespannt was Sie da raus jetzt machen?

00:13:26: Ich bin

00:13:26: auch gespannt!

00:13:27: Eigentlich ist ja auch ein bisschen eine Chance für sie.

00:13:30: Was denkst du?

00:13:31: woher ziteln die queere Community in dieser Woche trost und was hilft jetzt gegen den Schmerz?

00:13:37: Also mit vielen, mit denen ich gesprochen habe.

00:13:39: Die sagen diese Mahnwachen auch das jetzt eben in Hamburg wieder auf die Straße gegangen wird dass in Berlin am Sonntag wieder demonstriert wird dieses Zusammenkommen und öffentliche Trauten das hilft glaube ich sehr fehlend.

00:13:53: Ich glaube Freunde treffen es gab jetzt lustige Konversationen darüber das Putzen hilft.

00:13:59: offensichtlich fanden da viele irgendwie Trost drin zumindest die eigene Fürwende in Ordnung zu bringen, wenn die Welt schon irgendwie aus den Fugen ist.

00:14:08: Ja zusammen sein für einander da sein.

00:14:11: Zusammen sein auf jeden Fall und das ist auch der zentrale Punkt eben in der jüdischen Trauerwoche dass man die zusammen verbringt und eben nicht vereinzelt ist mit seinen Erlebnissen.

00:14:23: Es klingt sehr gut.

00:14:24: ich finde irgendwie diesen Brauch diesen

00:14:26: sieben Tagen Ruhe und

00:14:27: gemeinsam zu trauern sehr schön.

00:14:29: es nehme ich mir mit Und danke dir für deine Suche hier Und möchte mit dir jetzt noch etwas Kleines auspacken.

00:14:40: Okay!

00:14:46: Du kennst das?

00:14:47: Du hast es ja sonst immer vorbereitet, dass Ding der Woche ausgesucht vom Gesellschaftsteam der Wochentats...

00:14:55: Ich mach' das jetzt mal auf.

00:14:57: Es ist schwieriger als ich das immer als Moderator war.

00:15:01: Wenn

00:15:02: man nicht weiß was drin ist, ne?

00:15:05: Moment.

00:15:08: Du verziehst

00:15:09: die Stirn.

00:15:13: Also was ich sehe ist ein Croissant und darunter sind das Haare.

00:15:19: Viele denken, dass es Haare... Ein

00:15:21: Croissant ist zusammengeklebt

00:15:23: mit Haaren?

00:15:24: Es ist ein bisschen absurd!

00:15:25: Das ist gerade also einen Food-Trend aus Thailand.

00:15:27: in einer Bäckerei in Pattaya wurde dieses Croissant entwickelt.

00:15:31: Okay.

00:15:32: Es sieht aus wie Haare, viele sagen auch es sieht aus Schamhaare, die daraus kommen aus diesen Croissants.

00:15:38: Eigentlich ist es Seetang Becker.

00:15:42: dort hat sich gedacht, ach ich kombiniere die Süße des Croissants mit etwas salzigen Algen.

00:15:48: Das ist eigentlich irgendwie ganz gut.

00:15:50: finde, es klingt gut, süßsalzig aber sieht halt ein bisschen unschön aus!

00:15:55: Es sieht nicht schön aus.

00:15:56: und was ist diese Creme, die den Setang und das Croissant zusammenhält?

00:15:59: Ich

00:16:00: glaube das ist Frischkäse.

00:16:01: Ach ja geil, ne kann ich mir gut vorstellen...

00:16:05: Aber im Internet regnen sich jetzt wahnsinnig viele Leute darüber rauf oder machen sich lustig wie Komisches Aussicht.

00:16:10: Wie eklig!

00:16:11: Ja, das Internet ist aber auch einfach ein schwieriger Ort.

00:16:14: Das Internet ist gerade ein schwierige Ort.

00:16:16: Lassen wir uns zu.

00:16:20: Tschüss Stefan.

00:16:21: Tschüs Sophie.

00:16:21: Bis bald.

00:16:22: Vielen Dank fürs Übernehmen.

00:16:24: Sehr gerne.

00:16:29: Hallo

00:16:30: mein Name ist Gabi Koldewaj und ich betreue den Auslands-Recherscherfonds, den Förderverein der Tatsauslands Redaktion.

00:16:37: Recherchen aus dem Ausland kosten Zeit und Geld Unterstütze den Recherchefonds für kritische Berichterstattung.

00:16:44: Du möchtest Fördermitglied werden oder uns mit einer Einzelspende unterstützen?

00:16:48: Alle Infos dazu findest du auf www.tazde-auslandsrecherche.

00:16:57: Argentinien hatte im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern eine eigene Industrie.

00:17:02: Seit zweieinhalb Jahren ist Javier Millet jetzt an der Macht, der mit seinen anarchokapitalistischen Vorstellungen die Wirtschaft im Land umbaut.

00:17:11: Was das für die Menschen im Land bedeutet, war es Sophia Boddenberg.

00:17:14: Sie ist Chile-Korrespondentin der TATS und freie Autoren in Südamerika – und sie ist mir jetzt zugeschaltet!

00:17:21: Sophia hallo, schön dass du da bist.

00:17:23: Hallo ja, danke für die Einladung.

00:17:25: Was genau ist denn jetzt der Plan von Ravier Millay?

00:17:28: Also was vielleicht für die meisten am bekanntesten ist oder was die meisten schon mal gehört haben, ist ja die berühmte Kettensäge von Ravier Millay mit der er die öffentlichen Ausgaben zusammensägt, also die Ausgabe für Sozialpolitik, für Gesundheit vor Renten und das Bildungssystem.

00:17:43: Aber sein wirtschaftspolitisches Projekt ist eigentlich auch noch viel breiter und darum geht es auch in meinem Text.

00:17:48: Er will die argentinische Wirtschaft für den internationalen Wettbewerb öffnen und hat deswegen Importbeschränkungen gelockert, Zölle gesenkt – und das sind genau die Maßnahmen, die bisher die heimische Industrie geschützt haben!

00:18:00: Und jetzt sind eben die Importe sehr stark gestiegen, unter anderem aus Asien.

00:18:04: Auch sehr stark aus China und das hat dazu geführt dass die nationale Industrie interdruck gerät weil viele Unternehmen mit den billigen Importen nicht mithalten können.

00:18:14: Und deswegen haben auch viele Unternehmen geschlossen.

00:18:17: seit Milays Amtsantritt haben schon sechsundzwanzigtausend Unternehmen geschlossene und darunter tausend siebenhundert Industrie-Unternehmen und viele Menschen haben dadurch ihren Arbeitsplatz verloren.

00:18:28: Das klingt wirklich nach einer Wahnsinnig großen Summe an Orten, die es jetzt nicht mehr gibt seitdem.

00:18:34: Zweieinhalb Jahre ist auch nicht so lange für so viele Schließungen.

00:18:38: Du hast dir genauer

00:18:39: eine

00:18:40: Fabrik angeschaut etwas nördlich gelegen von Buenos Aires Die Fattefabrik.

00:18:46: oder spreche ich wahrscheinlich total falsch aus?

00:18:48: Korrigier mich gerne, wie konntest du dieser Schließung kommen?

00:18:50: Genau.

00:18:51: Die Schließungen von der Fabrik hat eben genau mit diesen Maßnahmen zu tun, die ich eben angedeutet habe.

00:18:55: also durch die Marktöffnung sind sehr viele Reifen aus China in den argentinischen Markt gekommen und dies ist eben viel günstiger als die Argentinischen Reifen.

00:19:04: Und damit hat das Unternehmen Autoreifen.

00:19:07: Genau, Autoreifenfahrt ist eine Reifenfabrik.

00:19:10: Damit hat das Unternehmensschließung gerechtfertigt, dass das Unternehmen mit den chinesischen Importen nicht mehr mithalten kann.

00:19:16: Und ich habe dieses Beispiel ausgewählt, weil ich finde das genau diese Schießung der Fabrik irgendwie sehr sinnbildlich für diesen Wandel in Argentinien steht.

00:19:24: Weil eben gerade die reifende Industrie so lange geschützt wurde und auch viele Menschen damit aufnissen unzufrieden waren, weil die Reifen sehr treuer waren.

00:19:30: also manchmal sind Leute nach Chile rüber gefahren um da sich Reifen zu kaufen mussten ihr aber extra noch irgendwie abnutzen, damit sie nicht neu aussahnen um dann nicht an der Grenze die Zölle zu bezahlen.

00:19:40: Na wirklich?

00:19:41: Ja!

00:19:42: Und jetzt eben durch die Importe aus China sagt das Unternehmen, es kann er nicht mithalten und musste schließen.

00:19:48: Aber das ging halt von einem Tag auf den anderen.

00:19:50: also was haben wir die Arbeiter erzählt?

00:19:52: dass sie nach dem Urlaub vor der verschlossenen Gewerbricke Bräute standen, da hing dann ein Schloss dran am Tor und sie wurden noch gar nicht vorgewarnt und haben dann eben angefangen sich dagegen zu organisieren wegen die Fabrikschließung.

00:20:06: Ja, wie werden die Arbeiterinnen denn jetzt irgendwie aufgefangen?

00:20:09: Wenn du sagst sie dachten es ist ein normaler Arbeitstag.

00:20:12: Sie stehen plötzlich vor einem verstoßenen Tor.

00:20:15: Gibt's da irgendwelche Strukturen?

00:20:16: weil die sicheren Jobs sind ja dadurch offenbar verdorben gegangen.

00:20:19: also was die arbeiter mir erzählt haben ist dass sie einfach keinen gehalten erhalten haben also kein Lohn mehr erhalten haben.

00:20:25: Sie haben dann dagegen geklagt und es wurde auch anerkannt das sie eigentlich noch Anspruch auf Lohnfortzahlung ich glaube bis Ende Juni gehabt hätten.

00:20:33: aber bisher haben sie den immer noch nicht erhalten.

00:20:36: Es gibt auch eine Arbeitslosenversicherung in Argentinien, aber die zahlt eigentlich nur ein Bruchteil des Lohnts.

00:20:41: Eine sehr kurze Bezugsdauer.

00:20:43: deswegen ist das Auffangen jetzt eigentlich sehr schwach und viele Arbeiter wie die von Fahrte oder andere Arbeiterinnen in anderen Industrie-Sektoren wo gerade viele Arbeitsplätze verloren gehen dem bleibt dann nichts anderes mehr übrig als zum Beispiel mit Apps zu arbeiten also bei Uber zu fahren oder ja Kurierdienste.

00:21:01: was auch ganz interessant ist dass Viele Männer eher in die Fahr-Apps übergehen und viele Frauen Dinge verkaufen.

00:21:09: Das habe ich in einem Bericht auch gelesen, zum Beispiel Kochen, Backen oder solche Waren verkaufen oder Kleidungsstücke verkaufen – so steigt eben der informelle Sektor und die prekäre Arbeit während die formellen Arbeitsplätze und die Industriearbeit

00:21:25: zurückgeht.

00:21:26: Sozialwissenschaftlerinnen sprechen deshalb auch von einer Uberisierung der Wirtschaft dort?

00:21:31: Das heißt, es ist ein größeres Phänomen das Menschen in Oberfahren jetzt?

00:21:37: Genau.

00:21:37: Also mit dieser Begriff der Uberisierung ist eben genau dieser Wandel gemeint also dass die formellen Industrie Jobs verloren gehen, die Jobs mit Vortrag und einer Krankenversicherung im Kündigungsschutz und gleichzeitig diese Plattformarbeit wächst – also die Kurierdienste, die Apps wie Uber Und was mir auch die Soziologin Paula Vadella gesagt hat, die im Text vorkommt.

00:21:59: Dass dadurch auch die Arbeitslosigkeit verschleiert wird also die Zahl der Arbeitslosen ist eigentlich gar nicht mehr richtig aussagekräftig weil die Arbeitslose Statistik durch Umfragen erhoben wird das heißt wenn eine Person ihren Job verliert und dann gefragt wird ob sie Arbeit hat und über Ua arbeitet und fährt Dann sagt sie ja ich habe Arbeit und deswegen steigt die arbeitslosen Zahlen nicht unbedingt viele Leute bei den Apps arbeiten.

00:22:24: Deswegen ist es eigentlich, um sich diesen strukturellen Wandeln und Argentinien anzuschauen besser auf die Zahlen zu gucken inwiefern die informelle Arbeit steigt.

00:22:34: Und das ist eben genau dieses Phänomen der Uberisierung also der Anstieg der verdeckten Lohnarbeit.

00:22:40: Untenzu kommt auch noch eine Arbeitsmarktreform, die Millet verabschiedet hat die die Oberfahrerinnen explizit nicht als Arbeiterin anerkennen will, sondern das Verhältnis zwischen den ArbeiterInnen und der App.

00:22:53: Als ein Vertrag zwischen privaten Anerkennwildern, wenn ich als Arbeitsverhältnis und das hinterlässt die Menschen halt noch mit noch weniger beschützt weil sie dann keine keinen Anspruch auf Arbeitsschutz mehr haben

00:23:06: okay ausgetrickst oh mein Gott Ist es nicht dann auch irgendwann so, dass diese Sektor viel zu groß wird?

00:23:12: Also man braucht ja nicht so viele Oberfahrer.

00:23:15: Ja also der Ort ist das irgendwann eine Grenze erreichen wird.

00:23:18: Das hat auch die Soziologin Paula Wadela gesagt weil sie meinte, dass derzeit die Uberisierung ein bisschen den sozialen Aufstand abfedert in Argentinien.

00:23:26: Sie meint ihr, dass es in Argentinen immer so aufstanden kommt wenn es eine Hyperinflation gibt oder eine Massenarbeitslosigkeit.

00:23:33: und derzeit ist die Inflation zumindest ein bisschen kontrolliert.

00:23:37: Es ist immer noch sehr hoch Aber es gibt keine Übereinflation.

00:23:40: Und die Massenarbeitslosigkeit gibt's gerade auch noch nicht, weil so viele Menschen in diesen Apps arbeiten.

00:23:46: aber das hat halt irgendwann auch eine Grenze und man merkt auch schon dass also die Lebenshaltungskosten sind oft viel höher seit Vilei das Amt angetreten hat und mal mehr Menschen sind verschuldet und auch über Uber reicht halt das Geld irgendwann nicht mehr zum Überleben.

00:24:03: und ja die Frage waren diese Grenzen erreichtes?

00:24:07: Das heißt, diese Oberfahrten, die deckeln da gerade irgendwie noch das Protest entsteht.

00:24:12: Interessant sind denn die Arbeiter in trotzdem irgendwie organisieren?

00:24:17: Die sich kämpfen für ihre Fabrik, ihre Arbeit?

00:24:20: oder wird das so hingenommen ein Stück weit?

00:24:22: Weil man kann nichts dagegen tun!

00:24:25: Also die Arbeiterinnen von Fahrt haben einen Protestkämpf dabei der Fabrik bei dem Fabrikerbäude und werden auch unterstützt von anderen sozialen Organisationen, von anderen Gewerkschaften auf den linken Parteien.

00:24:37: Sie haben die Fabrik explizit nicht besetzt – das haben sie mir so erklärt.

00:24:40: also weil Agentin hat ja auch eine lange Geschichte von selbstverwalteten Fabriken während der Sozialen Krise-Krise-Jahre, wo ganz viele Fabrike besetzt und dann anschließend von den Arbeiterinnen selbst verwaltet.

00:24:51: Das haben sie in dem Fall jetzt nicht gemacht, weil der Fältigungsprozess wohl so komplex ist dass sie das alleine machen könnten ohne die Zulieferer und ohne den Weiterverkauf.

00:25:01: Also sie könnten die ganze Reifenfabrik nicht allein am Laufen halten, deswegen haben Sie quasi ein Protestcamp und machen auch öfters so Veranstaltungen, Festivals um auch die Nachbarschaft mit zu beteiligen oder protestieren manchmal vor dem Regierungsgebäude auf der Plaza de Mayo?

00:25:17: Ja!

00:25:18: Und die haben halt auch geklagt, also über den rechtlichen Weg.

00:25:20: Sie haben einmal diesen sozialen Weg um Aufmerksamkeit zu erreichen und gleichzeitig noch den rechtliche Weg in dem sie beklagen gegen den Unternehmer der klar verklagt aber auch die Arbeiter wegen illegaler Besetzung des Geländes.

00:25:34: Also es ist fraglich wie das noch ausgeht.

00:25:37: Ich bin ein bisschen pessimistisch glaube ich nicht dass die Fabrik wieder öffnen wird.

00:25:41: Wie blickst du in die Zukunft von Argentinien?

00:25:43: Was denkst du?

00:25:44: was erwartet das Land da in den nächsten Jahren?

00:25:46: Ja,

00:25:47: ich denke es wird stark davon abhängen inwiefern Millet oder seine Partei weiter an der Macht bleiben wird.

00:25:53: Also nächstes Jahr sind Wahlen in Argentinien.

00:25:55: Bisher hat er immer noch eine relativ große Unterstützung weil das große Wahlverbruch, sprich mit dem er angetreten ist die Inflation zu sinken bisher noch eingehalten wird.

00:26:06: also die inflation ist halt immer noch die Jahresinflation bei über dreißig Prozent was eigentlich für jedes andere Land immer noch riesig ist.

00:26:13: Unglaublich?

00:26:14: Ja, unglaublich!

00:26:15: Aber bevor er das Amt angetreten hat waren es über zweihundert Prozent.

00:26:18: deswegen ist es halt für die Menschen schon ein leichtes Aufatmen aber gleichzeitig gibt's halt diese Veränderungen in der Arbeitswelt also dass die Arbeitsverhältnisse immer prekärer werden bei infamiller Arbeit niedriger Löhne werden häufig nicht an die Inflation angepasst höhere Verschuldung höhere Lebenshaltungskosten und die Frage ist halt inwiefern sich das dann auch im Wahlergebnis nächstes Jahr ausdrücken wird.

00:26:41: Also wenn Millet weiter an der Macht bleibt, wird es eigentlich mal so weitergehen mit den Verdrückschließungen und dieser Strukturveränderung in der Arbeitswelt.

00:26:48: Und ist die Frage was nächstes Jahr passiert?

00:26:52: Und auch inwiefern die Unzufriedenheit wächst und sich vielleicht durch Proteste auf den Straßen ausdrückt.

00:26:57: Das waren die Protester immer eher vereinzelt aber es gibt jetzt halt keine breite Widerstandsfront, die Millet aus dem Abend fegen könnte.

00:27:06: Ich bin sehr gespannt ob ihn das dann doch irgendwann Bach rüttelt.

00:27:11: Tausend geschlossene Unternehmen in Argentinien.

00:27:13: Darüber haben wir hier gesprochen und ich bin sehr gespannt, was dann nächstes Jahr bei den Wahlen passiert?

00:27:18: Und wir werden bestimmt auch wieder von dir hören.

00:27:22: Sophia vielen Dank dass du hier warst

00:27:25: und

00:27:26: bis bald!

00:27:27: Ja vielen dank dir auch und bis dann!

00:27:34: Das wars für diese Woche mit reingehen dem Podcast der Wochentats.

00:27:38: Vielen Dank an Daniel Fromm die unsere Podcasts immer schneidet.

00:27:42: Die TATS hat online keine Paywall.

00:27:44: Stattdessen gibt es das freiwillige Bezahlmodell Tats-Zahlig und das startet am dritten August eine Kampagne, um antifaschistische Projekte vor Ort zu stärken.

00:27:55: Bei den anstehenden Landtagswahlen drohen nämlich wieder hohe Wahlergebnisse für die AfD.

00:28:00: Die Hälfte aller Einnahmen aus Neuanmeldung zu Tats Zahlig soll deshalb in dieser Zeit an die Initiative alles beginnt im Zentrum gehen.

00:28:10: Sie unterstützt linke Kultur, Jugend und Begegnungsorte die von Rechtsextremismus betroffen sind.

00:28:17: Den Link zu dieser Kampagne findet ihr in den Shownotes.

00:28:22: Bis

00:28:41: bald!

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