40 Jahre nach dem Super-GAU
Shownotes
Nach der Reaktorkatastrophe in Tschornobyl wurden Kinder aus den verstrahlten Gebieten in viele europäische Länder verschickt. Was hat dieser interkulturelle Austausch auch heute noch für Folgen? Jens Uthoff](https://taz.de/Jens-Uthoff/!a214/)) berichtet im Gespräch mit Sophie Fichtner und Stefan Hunglinger von seiner Recherche.
Außerdem ist Klimaredakteur Jonas Waack zu Gast und beantwortet Fragen rund um die aktuelle Atompolitik. Was sollen Forderungen von Jens Spahn und Markus Söder wieder in die Atomkraft einzusteigen? Und was sind Mini-AKWs?
Die Folge wurde live auf dem taz lab, dem jährlichen Kongress der taz, aufgezeichnet.
📖 Zu den Texten aus der wochentaz vom 25.04.2026
- Die Kinder von Tschornobyl, von Jens Uthoff und Gaby Coldewey
- So klimafreundlich ist Atomkraft wirklich, von Jonas Waack
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🎧 Credits Schnitt: Daniel Fromm Produktion: Eva-Lotte Andereya Musik: Nicolai Kühling Cover: Lisa Schwedek Foto: Sima Ebrahimi
Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu Reingehen, dem Podcast der Wochentats.
00:00:08: Ich freue mich, dass wir hier sind!
00:00:09: Wir besprechen jede Woche zwei Geschichten aus unserer aktuellen Ausgabe mit den Arturinnen zusammen.
00:00:16: Und ganz neu ist, das wir das heute live machen.
00:00:20: Deshalb sitzen wir auch gemeinsam auf der Bühne.
00:00:22: Normalerweise sind wir immer getrennt voneinander zu hören.
00:00:25: Ich freu mich, damit wir es jetzt gemeinsam machen.
00:00:28: Ich bin Sophie Fichtner, ich bin Redakteurin im Ressort, Reportage und Recherche.
00:00:33: Ich bin Stefan Hunglinger und redakteur im Politikteam der Wochentats.
00:00:37: Heute soll es um den weltweit ersten Supergao gehen.
00:00:42: Denn vor vierzig Jahren am sechsohnzwanzigsten April, neunzehntundertsechsund achtzig kam es in Chornobil zu einer Reaktorkatastrophe Und deshalb sprechen wir heute darüber und widmen diese Folge diesem Thema.
00:00:55: Wir sprechen einmal über die Kinder von Charnobyl und es soll auch um die Zukunft der Atomkraft gehen.
00:01:02: Deshalb bitte ich jetzt als Eierassist Jens Uthoff zu uns auf die Bühne!
00:01:11: Hi Jens, schön dass du da bist!
00:01:13: Hi hi!
00:01:14: Jens Uthoff ist Redakteur im Gesellschaftsteil der Wachentatz und du schreibst auch häufiger über die Politik- und Geschichte Osteuropas sowie in dieser Ausgabe Als allererstes.
00:01:26: aber die Frage erinnerst du dich an diesen Tag, an dem es in Chernobyl zu der Reaktorkatastrophe kam.
00:01:33: Du warst damals acht.
00:01:35: Wie hast du das mitbekommen?
00:01:36: An den tag genau erinnere ich mich natürlich nicht Aber ich erinnne mich so ein bisschen anders gefühl was damals da war.
00:01:42: also Es war glaube ich für meine generation Wenn man jetzt rückblickend betrachtet die erste riesengroße Zäsur.
00:01:49: Also als kind hat man das natürlich irgendwie anders wahrgenommen hat dann eher gemerkt irgendwas stimmt nicht.
00:01:56: was gestern noch gegolten hat gilt heute nicht mehr.
00:02:00: man soll irgendwie darauf achten dass man keine milchprodukte mehr ist kein salat oder muss aufpassen welchen wenn man im sand fühlt und sowas alles.
00:02:08: so war das als kind genau.
00:02:11: und ja ich glaube es war einfach so ein gefühl eher dass man gesehen hat irgendwie englisch stimmt nicht mehr.
00:02:18: und bei der coronazeit wurden dann auch viel Parallelen gezogen zu Chernobyl und das konnte ich schon auch nachvollziehen.
00:02:23: Ich glaube, was für Kinder dann vielleicht die jetzt während der Corona-Zeit aufgewachsen sind?
00:02:29: Das war vielleicht so ähnlich, glaube ich.
00:02:31: Jens Sophie hat jetzt von Chernobyl gesprochen und auch auf der aktuellen Wochentat schreiben wir Chernobyl also mit O statt E. Warum machen wir das?
00:02:41: und wie findest du diese ungewöhnliche Schreibweise für uns Ungewöhnliche?
00:02:47: Ja!
00:02:48: Also... Für uns ist sie erst mal ungewöhnlich noch.
00:02:50: Man muss aber auch dazu sagen, die Schreibweise Charnobyl haben durchaus so Organisationen wie Greenpeace oder sowas.
00:02:57: Organisationen, die sich mit Osteuropa beschäftigen nutzen die schon länger.
00:03:01: ich glaube wir sind nur jetzt das einzige oder erste Medium dass diese schreibweise benutzt.
00:03:06: ja also Wir machen ja eine transliteration aus dem ukrainischen war auch bei ortsnamen wie kiev.
00:03:12: Jetzt versuchen uns da an dieser schreibweise zu orientieren oder an der transliterations ...Ukrainischen und...
00:03:20: Warum machen wir das?
00:03:21: Ja.
00:03:22: Also ehrlich gesagt freut mich manchmal eher, warum machen wir es nicht schon viel länger so?
00:03:26: ich glaube um zu signalisieren also als politisches Signal um zu signalisieren Wir sehen euch nicht nur irgendwie als eins von vielen Osteuropäischen oder vor allem post-sovietischen Ländern sondern wir sehen euch als eigenständigen Staat mit eigenständiger Sprache.
00:03:44: Da ist dieses Signal einfach sehr wichtig und genauso ist es, glaube ich bei Charnabilen.
00:03:49: In der jetzigen Ausgabe hast du zusammen mit Gabi Koldewaj zu den sogenannten Verschickungskindern recherchiert die von Osbellarus in viele europäische Länder geschickt damit sie wenigstens für ein paar Wochen vor diesen verseuchten Gebieten aus denen rausgeholt werden und sich davon erholen können.
00:04:11: Wie kam es zu diesem Austausch, zu diesem System?
00:04:15: Ja hat eine lange Geschichte.
00:04:16: Also man muss erstmal wissen dass das alles eigentlich auf politischen Druck natürlich erst in den Ländern auch entstanden ist.
00:04:23: also nach neunzehnt sechsen achtzig gab war die Informationspolitik in der Sowjetunion und im Belarus natürlich auch sagen wir mal suboptimal und Es ist damals erstmal eine Bewegung entstanden zum Beispiel als belarusische und ukrainische Eltern eingefordert haben, die Gesundheit unserer Kinder ist besorgensterregend.
00:04:44: Wir müssen was tun.
00:04:45: so.
00:04:45: und dann hat sich im Laufe der Jahre dieser politische Druck so groß geworden dass es in der Politik auch angekommen ist, auch in Belarus und in Ukraine wo es dann irgendwann in den Mitte der Neunziger also nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sogar einen staatlichen Anspruch auf Erholungsaufenthalt gab.
00:05:06: Es sind dann sozusagen auf beiden Seiten im Osten und Westen Stiftungen entstanden.
00:05:11: Also in Belarus gab es zum Beispiel eine ganz große Stiftung, die ist den Kindern von Chernobyl übersetzt.
00:05:20: Die hat sich darum gekümmert.
00:05:22: in Kooperation mit den westlichen Initiativen also in Deutschland z.B.
00:05:26: sind bis zu zweitausend Chernobyl-Hilfsvereine in den Neunzigern entstanden.
00:05:33: Im Austausch haben dann dafür gesorgt dass die Kinder verteilt werden Genau.
00:05:37: Ihr habt Wolya Hape jetzt getroffen?
00:05:40: Kannst du uns einmal sagen, wer ist diese Frau und wohin wurde sie verschickt als Kind?
00:05:45: Wolya Hapiyeva.
00:05:46: Oh, entschuldigung!
00:05:48: Genau, Wolya Happyyeva ist eine belarussische Schriftstellerin.
00:05:51: Sie sieht es eigentlich auch inzwischen recht bekannt.
00:05:54: also die hat einige Preise bekommen auch.
00:05:56: Hat diesen Roman Camel Travel wo's auch schon so um ihr aufwachsenen Belarus ging.
00:06:02: da kommen wir auch Czernobyl vor.
00:06:06: kürzlich noch mal ein Buch veröffentlicht.
00:06:08: Wörterbuch einer Nomadin, genau da kommt nämlich auch nochmal Charneville vor.
00:06:13: also sie ist heute eine anerkannte Schriftstellerin lebt in Deutschland es im Exil weil die Zwei-Tausendzwanzig auch an den Protesten gegen Lukaschenka teilgenommen hat und dann ja erfliehen musste.
00:06:27: Ja als Kind war sie, hat sie in Münz gelebt bei ihren Eltern aber war in den Sommermonaten immer Großeltern, die eben in dem Gebiet Gommel gelebt haben.
00:06:39: Dann war sie da monatelang und das war ja eines der am schwersten getroffenen Gebiete.
00:06:45: also es war hochgradig verseucht Und da ist sie einfach immer weiter auch hingefahren.
00:06:50: Also nach Chernobyl im long time six nacht sieben acht zu den achten Achtzig.
00:06:55: Sie ist immer weiter dahin gefahren.
00:06:56: also sie Hat dann am ende auch glück gehabt dass sie nichts abgekriegt hat.
00:07:01: Dass sie überlebt hat muss man sagen Lange Redel.
00:07:04: Wo kann
00:07:05: sie hin?
00:07:07: Genau, sie ist nach Schneewerdingen in Niedersachsen bzw.
00:07:11: im Ortsteil da gekommen zu einer Familie die zwei Kinder glaube ich aufgenommen hat.
00:07:16: Da war die Chernobyl-Höfe einfach sehr aktiv in diesen Schneewerdängen.
00:07:20: Die haben da allein in diesem kleinen Dorf wo sie waren sind glaube ich sechs, sieben Kinder aufgenommen worden und das war ein Dorf von fünfhundert Einwohnern oder so
00:07:31: Wie alt war sie damals?
00:07:33: Und was hat sie dir erzählt, wie war das für Sie als Kind quasi ein wirklich fremdes Land zu kommen, fremde Sprache und so weiter.
00:07:41: Wer hat sich das geschildert?
00:07:44: Aus heutiger Perspektive hat sie gesagt... Also hat sie sehr viele positive Erinnerungen an diese Zeit, weil es irgendwie einen Fenster geöffnet hat in eine ganz andere Welt.
00:07:55: Die hat dann irgendwie erzählt, dass sie wirklich geflasht war normalen Schwimmbäder gesehen hat, also die irgendwie oder für uns normale Schwimmbäder mit, wo es Abenteuer rutschen und so was gab.
00:08:09: Und in Belarus war's einfach eine krass schwierige Zeit ne?
00:08:13: Also das war... Die Sowjetunion war kurz davor verfallen und zerfallen genau und von daher war das für sie Eyeopening ein bisschen.
00:08:25: So hat sie mir jetzt im Nachhinein geschildert.
00:08:27: aber ich hab dann ja auch Dem Teil der Familie, der noch lebt da in Schneewerdingen gesprochen.
00:08:33: Auch mit der Organisatorin in Schneewerdingen und ja auch die war erst mal schüchtern und irritiert als sie da ankamen, haben die gesagt aber sie hat sich dann relativ gut eingefügt und hat dadurch dann auch ein bisschen Deutsch gelernt weil mehrmals da waren also mehrmals vier Wochen im Sommer da und gleichzeitig war es natürlich so Es ist ein ganzer Flieger dann aus Belarus mit Kindern gekommen, die wurden verteilt und so.
00:09:00: Und die haben natürlich auch immer wieder Sachen zusammen gemacht.
00:09:04: also sie sind in diese Gastfamilien verteilt worden aber Sie haben sich da noch immer wieder getroffen und da konnten sie sich ja auch mit den Kindern auf ihre eigenen Sprache verständigen.
00:09:15: Damals wurden über eine Million Kinder verschickt.
00:09:19: Die haben dann irgendwie im Sommer hier Dinge erlebt und wahrscheinlich auch einen Teil der Kultur mit zurück nach Hause gebracht, als sie dann wieder kam.
00:09:27: Was hatte dieser interkulturelle Austausch damals vielleicht auch für Auswirkungen?
00:09:32: Ich glaube man kann so einige langfristige Auswirkung sehen.
00:09:38: Also Italien war ja zum Beispiel ein Land was im wirklichen Abstand die meisten Verschreckungs-Kinder aufgenommen hat was man vielleicht auch erstmal so bisschen überraschend findet.
00:09:46: und
00:09:47: ich habe mich auch gewundert
00:09:49: also auch dass diese Verbindung Belarus-Italien stark sein muss immer noch, wusste ich nicht.
00:09:55: Die haben irgendwie sechshunderttausend Kinder sollen die insgesamt aufgenommen haben bzw.
00:10:00: waren sie da zu den Erholungsaufenthalten und naja man kann dann sehen so.
00:10:04: es gab dann langfristig solche Auswirkungen wie dass es in Belarus im Jahr der italienischen Kultur gab das ist eine Initiative für Green Economy gab die Italiener und Belarusen zusammen organisiert haben ja und genauso was den deutsch-belaarusischen Austausch angeht.
00:10:25: Also viele Familien einfach sind ja auch dann da hingefahren, sind in die Familien der anderen... also viele Familien von hier sind in belaarussischen Familien gefahren, haben sie besucht und so private Verbindungen glaube ich.
00:10:39: das schafft noch mal eine ganz andere, dass es hat ein anderes Level als wenn die jetzt in Gruppenreisen irgendwo hingeschickt werden weil sich die Familien eben gegenseitig kennenlernen.
00:10:49: genau
00:10:50: So ein Verständnis füreinander wahrscheinlich, was da geschaffen wird.
00:10:53: Genau auf jeden Fall ja.
00:10:55: Was ich aber auch überraschend fand dass die Eltern aus der Ukraine aus Belarus überhaupt ihre Kinder vor allem auch so viele nach Deutschland gegeben haben.
00:11:05: Der Nationalsozialismus war keine fünfzig Jahre her und dann waren die Kinder plötzlich alleine in den Familien hier.
00:11:13: andererseits fand ich es aber auch total beeindruckend zu lesen wie das Engagement war und dass so viele Familien gesagt haben, ja klar wegen dem jetzigen Kind auf was wir überhaupt nicht kennen oder vielleicht mehrere sogar diese Familie aus Schneewerdingen.
00:11:24: Wir hatten zwei Kinder.
00:11:26: dann verbringt man den ganzen Sommer mit diesem Kind.
00:11:29: woher glaubst du kam dieses Engagement?
00:11:31: Ich habe für die Recherche vor allem in diesem wunderbaren Buch Melanie Arndt Janowil-Kinder viel gelesen.
00:11:37: hat er auch mit der Autorin gesprochen wird mir sozusagen, weil sie da auch viel tiefer drin ist.
00:11:45: Auch die Erklärung, die sie so hatte fand ich interessant und ich glaube das sind immer nicht so letztgültige Erklärungen natürlich nicht für sowas aber sie meinte dass war halt ein besonderer historischer Augenblick, dass man eine Gleichzeitigkeit hat von hier zerfällt allen Systemen wie es eben schon sagt, also die Sowjetunion war wirklich krass und zerfalt.
00:12:09: Dann kam der Fall des Eisernen Vorhangs dann war die Möglichkeit dieses Austausch da Und durch diesen besonderen historischen Moment hat so hat sie sich zumindest erklärt Hat sich auch ein bisschen so eine vielleicht intrinsische Motivation bei denen Gastfamilien und sowas hat es gegeben, dass man auf einmal so einen Schwung hatte.
00:12:30: Jetzt kann irgendwie sich was ändern.
00:12:33: Also ich glaube das hat auch viel mit dem Fall des eisernen Vorhangs zu tun.
00:12:37: Jetzt hast du schon ein bisschen angedeutet in Italien wirkt das bis heute nach dieser Austausch?
00:12:42: Kann man das für Deutschland auch sagen?
00:12:44: Hätte es hier noch anhaltende Nachfolgen, Nachwirkungen?
00:12:50: Naja also ja... Es gibt.
00:12:52: zum Einen existieren diese Vereine ja Zum Teil noch.
00:12:55: Also wie viele jetzt genau noch existieren, wusste die Autorin zum Beispiel auch nicht, konnte ich auch nicht rausfinden?
00:13:01: Aber sie existieren ja vielerorts noch eben auch da in Schneewerdingen.
00:13:06: Ich glaube es gibt so ein paar Effekte.
00:13:08: also dass hat sich auch auch die Experten gesagt das ist der Generationenwechsel nicht so richtig gelingt In diesen Chernobyl-Vereinen jetzt sodass man das noch weiter macht und so weil Es gibt immer noch bedürftige Kinder oder Kindeskinder die von so einem Aeologs-Aufenthalt wirklich profitieren könnten.
00:13:26: Und nach Corona ist das aber anscheinend ziemlich wenig, da gibt es so gut wie gar nicht mehr.
00:13:31: in den Zehnerjahren sind noch viele gekommen.
00:13:33: also dass erst mal zu den Vereinen und die Effekte.
00:13:36: ja ich glaube viele sind dann aber doch... Also sie sind ja nicht nur aus Belarus sondern auch aus der Ukraine viele Kinder gekommen und viele sind in die Ukraine Hilfe gegangen, dann zwanzig zweiundzwanzig als der Krieg losging und ich könnte mir vorstellen, Da haben schon viele, die einfach Erfahrung mit der ukrainischen Kultur hatten beziehungsweise die ukrainische Kinder damals aufgenommen haben.
00:14:00: Die haben ein ganz anderes Verhältnis zu Ukraine gehabt als vieler andere sicherlich und dass man dann sofort sagt jetzt helfe ich auch wenn so ein anderes Krieg losgeht das ist wahrscheinlich noch vollziehbar.
00:14:10: Das sind so Effekte glaube
00:14:12: ich.
00:14:12: Danke Jens, dass du uns erzählt hast von deiner Recherche.
00:14:15: Ich habe viel gelernt, ich wusste gar nicht, dass so viele Kinder damals verschickt wurden um sich hier zu erholen.
00:14:22: Und
00:14:22: ja, danke dass du auch so früh aufgestanden bist und hier zu uns gekommen bist.
00:14:26: Ja
00:14:26: vielen Dank!
00:14:27: Große
00:14:27: Opfer gebracht.
00:14:30: Vielen dank euch beiden.
00:14:36: Ja und die treuen Hörerinnen von Reingehen wissen was jetzt ansteht.
00:14:41: das Gesellschaftsteam der Wochentats hat da etwas vorbereitet
00:14:45: Das Ding
00:14:46: der Woche und das wollen wir heute live besprechen und ich würde mich sehr freuen wenn jemand mitmachen würde.
00:14:52: beim Ding der woche.
00:14:54: gibt es denn Freiwillige hier im Publikum?
00:14:57: Sonst können wir auch zusammenhelfen.
00:15:01: Traut sich jemand oder muss ich... Ich weiß selbst nicht, was in dem Rief umsteigt drin ist.
00:15:06: Könnte mir denn jemand helfen das Ding der Woche auszupacken zumindest?
00:15:10: Das wäre schon mein erster Schritt.
00:15:16: Können Sie vielleicht mithelfen und überlegen, was da zu sehen ist?
00:15:20: Ah ja!
00:15:21: Das ist der Humbanoide Roboter, der beim Halbmarathon in Peking mitläuft und der gewonnen hat.
00:15:27: Sagt sehr gut Dieser Roboter hat beim Halbmarathon, wie schnell ist er gelaufen?
00:15:32: Ich glaube, acht und vierzehn Minuten, neunzehn Sekunden.
00:15:35: Und damit den menschlichen Weltrekord gebrochen.
00:15:39: Dann haben wir jetzt die ganze Woche darüber diskutiert.
00:15:42: Wieder mal hat die Maschine den Menschen überholt.
00:15:45: Das Gesellschaftsteam war der Meinung, die Aufregung ist ein bisschen übertrieben weil ein Auto ist zum Beispiel auch einfach schneller als der Mensch.
00:15:52: Wir können eigentlich ganz beruhigt sein!
00:15:55: Wie der läuft, das sieht ja schon noch merkwürdig.
00:15:58: Einer ist auch umgefallen und ein paar Stücke zerbrochen.
00:16:03: Vielen Dank!
00:16:04: Das muss ich mir nochmal angucken.
00:16:05: Ich habe das gar nicht mitbekommen.
00:16:08: Aber wie gemeint?
00:16:08: Dann überholst du einen Robotin einfach.
00:16:11: Wir sind ja auch schon der Zusammenhaltmarathon gelaufen.
00:16:14: So viel kannst du dich erinnern, wie schnell du warst.
00:16:17: Als wir zusammengelaufen sind ich glaube zwei sechzehn... Also nee kann es sein?
00:16:24: Ich glaube, zwei sechs und zwei acht.
00:16:27: Abgeschlagen als weit hinterher vom
00:16:29: Wasser!
00:16:29: Viel mehr als doppelt so viel wie der Roboter
00:16:32: gebraucht hat... Hallo mein Name
00:16:40: ist
00:16:40: Gabi Koldewaj und ich betreue den Auslands-Rechercherfonds, den Förderverein der Tatsauslandsredaktion.
00:16:46: Recherchen
00:16:47: aus dem Ausland kosten Zeit und Geld.
00:16:49: Unterstütze den Rechercherfond für kritische Berichterstattung.
00:16:53: Du möchtest Fördermitglied werden oder uns mit einer Einzelspende unterstützen?
00:16:57: Alle Infos dazu findest du auf
00:17:00: www.tazde-auslandsrecherche.
00:17:06: Ja, dann kommen wir zu unserer zweiten Geschichte und dafür bitte ich Jonas Wark auf die Podcastbühne.
00:17:18: Hallo Jonas!
00:17:19: Hallo Guten Morgen!
00:17:20: Guten Morgen Hallo
00:17:22: Jonas.
00:17:22: Du arbeitest im Ressort Wirtschaft um Umwelt der TATS Und bist da unser Experte für alles was das Klimaan geht und Klimapolitik angeht.
00:17:30: Schön dass du hier bist.
00:17:32: Ich freu mich auch.
00:17:33: Wir haben gerade eindrücklich gehört, John O'Bill hat vor vierzig Jahren der Welt die Gefahren der Atomkraft auch der zivilen Atom Kraft vor Augen geführt.
00:17:44: Und damals konnte man noch sagen ja die Sowjets kriegen das halt nicht so richtig hin atomkraft sicher einzugegen.
00:17:51: aber vor fünfzehn Jahren hat Fukushima uns gezeigt dass auch im Kapitalismus das alles gar nicht so easy ist.
00:17:59: und die CDU Kanzlerin Angela Merkel wir erinnern uns alle Änderte damals schnell dann die Haltung der Bundesregierung und hat den Ausstieg wieder, wie sagt man das war?
00:18:10: Der Ausstiege vom Ausstiek der Atomkraft.
00:18:14: Der Wiederausstieg ist glaube
00:18:16: ich klar.
00:18:17: Jetzt ist die Lage aber schon wieder eine andere und aus der Partei von Angela Merkel melden sich Stimmen zu Wort die sagen Das waren strategischer Fehler damals wegzukommen von der Atomskraft.
00:18:27: wer meldet sich da geradezu
00:18:28: Wort?
00:18:29: Also dieses strategische Fehler-Zitat, das ist von Ursula von der Leyen EU-Kommissionspräsidentin.
00:18:33: Die ich sonst relativ vernünftig halte
00:18:35: ehrlich gesagt
00:18:36: aber auch die Unvernünftigen in der Union also Katharina Reiche natürlich an erster Stelle Jens Spahn und Markus Söder sind alle dafür dass wir jetzt den was es ist dann der Wieder-Wieder Ausstieg oder wieder Einstieg jedenfalls möchten die Rückkehr.
00:18:50: wünschen sie sich zur Atomkraft.
00:18:51: auch in Deutschland
00:18:52: nach Fukushima herrschte eine Angst vor Atomenkraft.
00:18:56: deshalb kam es überhaupt dazu.
00:18:58: Ausgestiegen sind oder es planten?
00:19:00: Jetzt hat man nicht mehr das Gefühl, dass es noch so eine Angst gibt.
00:19:04: die ist verflogen.
00:19:05: Ist denn sind Atomkraftwerke heute sicherer als damals?
00:19:09: Also das Ding ist also die Atom Kraftwerke selbst, also so das Konzeptatomkraftwerk, das Gebäude an sich.
00:19:15: Das war damals auch genauso sicher wie... Es ist jetzt nicht sicher geworden aber das war damals schon sehr sicher.
00:19:20: Das kann man unter anderem daran merken, dass er einen Atom-Kraftwerk in Japan gab.
00:19:24: Onogawa Das war näher an dem Epi-Zentrum von dem Erdbeben.
00:19:27: Der Tsunami, der ja dafür gesorgt hat... ...das Fokuschlima ist dann dieser Reaktorblock da hochgegangen ist,... ...der war höher in diesem anderen Atomkraftwerk und da ist nichts passiert.
00:19:36: Weil die alle Sicherheitsprotokolle eingehalten haben, weil sie oft genug die Überprüfung gemacht haben,... ...weil die alles ganz ordnungsgemäß als dieses Erdbäben passiert ist runtergefahren haben usw.
00:19:45: Und das war gar kein Problem.
00:19:49: wirklich unheimlich unwahrscheinlich.
00:19:51: ein Ereignis wie diesem Erdbeben und diesem Tsunami muss nicht schiefgehen.
00:19:55: Einmal von der Technik her, das Problem ist immer wenn aus verschiedenen und es können dann klaren sozialistische oder kapitalistische Oder ich weiß auch nicht ob man das so komplett ideologisch begründen muss Gründe sein Wenn sich die Betreiber innen dieses Atomkraftwerks nicht an die Sicherheitsvorgaben halten.
00:20:11: und eine Sicherheitskultur haben wir das genannt in dem Abschlussbericht im japanischen zu dem Fukushima Disaster.
00:20:19: Wenn diese Sicherheitskultur unterschätzt wird, dann kann auch so ein Supergau wieder passieren.
00:20:25: Man muss halt auch... Also wie ich möchte, also ja das wird glaube ich noch deutlich Ich bin kein Atomkraft-Fan Aber es ist schon auch interessant dass wir so doll sehen Wie Leute an Atom Kraft, also wegen Atomkatastrophen sterben?
00:20:38: Also jetzt Chernobyl zum Beispiel gegen die Schätzung von so normal, also viertausend Leuten aus Fukushima soll nur eine Person gestorben sein an der Strahlung im Zusammenhang mit der Katastrophe.
00:20:50: Und das sterben wirklich deutlich mehr Menschen pro Jahr, an der Luftverschmutzung in Folge von Kohleverstromungen als so über den Zeitraum, den wir jetzt schon Atomkraft nutzen – ja, an Atom-Kraftwerkkatastrophen.
00:21:04: Das fühlt sich noch nicht so an!
00:21:05: Da sind wir bei einem der Argumenten, die jetzt angeführt werden in dieser neuen Atomkraftdebatte Ursula van der Leyen hast du auch schon angesprochen spricht ja von einer bezahlbaren Quelle emissionsarmer Energie.
00:21:17: Und damit liegt es ja nicht ganz falsch, oder?
00:21:20: Ne genau also.
00:21:21: das hat mich auch überrascht.
00:21:22: ich habe mit jemandem vom Ökoinstitut gesprochen.
00:21:24: für den Artikel des Öko-Instituts wurde wenn ich mich richtig... Also nicht dass ich dabei gewesen wäre aber wurde damals gegründet unter anderem mit der Idee, dass man ein Institut braucht einen Energienstitut das Gegenatomkraft ist weil die anderen Energieninstitute sehr nah an deren entsprechenden Unternehmen waren.
00:21:38: Das heißt, da ist jetzt niemand Atomkraftfreund und der Experte mit dem ich da gesprochen habe, der meinte aber die sind gerade dabei.
00:21:44: Also die Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht, aber die haben nochmal eine Studie angestellt wie viele Emissionen denn bei der Verstromung von bei der Atomstrom Erzeugungen entstehen.
00:21:54: also inklusive.
00:21:55: man muss das Uran ausgraben Man muss das zu Brennstoff verarbeiten.
00:21:59: Man muss es transportieren zum Atom Kraftwerk dann muss man den Atommüll irgendwie los werden.
00:22:04: Strom um den Atomkraftwerk erst zu betreiben, also das macht nicht alles seinen Strom selbst sondern man muss es auch anschmeißen.
00:22:10: Und wenn man das alles mit einberechnet dann ist der Turmstrom nicht wirklich doll klimaschädlicher als Wind oder Sonnenkraft und halt deutlich deutlich deutlich besser fürs Klima als Kohle, Gas oder Öl zu verbreiten.
00:22:21: Okay die Sicherheitsfragen haben wir schon besprochen aber es gibt doch ein Problem da ich schon gesagt habe, dass jetzt kein Freund der Atomenergie warum
00:22:29: ist das so?
00:22:30: Also wenn Ursula von der Leyen sagt Es geht um bezahlbare Quelle von Energie, das ist Head Crutch.
00:22:36: Also ich meine, bezahlbar ist natürlich alles wenn wir das Geld dafür auf den Tisch legen.
00:22:40: aber ob man jetzt unbedingt für Atomkraft zahlen sollte, dass steht auch noch an einem Blatt weil die Alternativen einfach viel billiger sind.
00:22:47: also wir können... Wir sind ziemlich gut darin geworden oder... Also chinesische Ingenieure sind sehr gut darinnen geworden Solarpanäle zu entwickeln, die überall funktionieren, die man sich überall hinsetzen kann.
00:22:57: Wir können ziemlich gut irgendwelche Windparks bauen oder einzelne Windräder aufstellen und das ist alles viel, viel billiger.
00:23:05: Es gibt dann immer so dieses Argument Ja aber Atomstrom kostet dann irgendwie nur so zehn Euro pro Megawatt Stunde oder so.
00:23:10: Das ist ziemlich wenig Und das stimmt auch.
00:23:12: Aber dafür muss man ein bisschen verstehen wie der Strommarkt funktioniert.
00:23:14: Ich hoffe niemand im Raum weiß wie der Strommarkt wird Weil dann wird mich gleich irgendjemand berichtigen.
00:23:21: Wenn man Strom verkaufen will dann muss man ja eigentlich nur bezahlen, was man so einkaufen muss um sein Strom zu erzeugen.
00:23:27: Um diese nächste Kilowattstunde zu bezahlen.
00:23:30: Weil alles andere bezahlt man sowieso.
00:23:32: Das heißt, um so ein Strom einzuspeisen braucht man eigentlich nur als Atomkraftwerk zu bezahl'n wie viel der Brennstoff kostet den man da rein haut die Hilfsenergie des Wasser und so ein paar Chemikalien die man braucht umso die nähste Kilowattsstunde das Strom zu herzeigen.
00:23:45: Das sind diese zehn Euro pro mehrere Stunden von denen Manage berätet.
00:23:49: Da sind aber diese ganzen Sachen.
00:23:51: In so einem Atomkraftwerk arbeiten mehrere hundert Leute, die sind davon noch nicht bezahlt.
00:23:55: Man muss Ersatzteile besorgen und davon auch ziemlich viele weil man wegen hoher Sicherheitsanforderung ständig irgendwas austauschen muss und darüber freuen wir uns alle.
00:24:03: Und man muss halt irgendwann abbezahlen dass man dieses Atom Kraftwerk dahin gebaut hat und das ist halt komplett durchgedreht und wahnsinnig teuer.
00:24:09: und wenn man diese ganzen Kosten damit rein nimmt damit sich ein Atom-Kraftwerk garantiert also nicht nur damit es Strom einspeisen kann sondern damit es wirklich Geld macht oder sich wenigstens erst mal lohnt Das ist dann so elf bis vierzehnmal viel Geld pro Megawattstunde, das man da reinholen müsste.
00:24:26: Damit sich das lohnt und das ja passiert nicht so oft.
00:24:29: Das heißt die Kosten, die sprechen dagegen aber es gibt ja schon einen entscheidenden Vorteil dass immer verfügbar ist.
00:24:36: also wenn kein Wind weht, wenn die Sonne nicht scheint dann können wir trotzdem Atomkraft kriegen oder?
00:24:43: Ja voll!
00:24:44: Und das ist natürlich das was man auch schönes über Kohlekraftwerk sagen kann.
00:24:47: diese sind natürlich genauso nützlich auf die Weise.
00:24:49: Also wir stellen ja gerade vernünftigerweise unser Energiesystem darauf um, dass wir uns nicht mehr damit selbst umbringen wie die Erde hitzen.
00:24:56: und das macht man am besten mit Solar und Wind.
00:24:58: Und du hast eben schon gesagt Solar und wind sind nicht immer da.
00:25:01: Das heißt, wir haben Stromsystem in dem ständig irgendwie gucken müssen, wie wir Bedarf- und Angebot oder Produktionen so auf eine Linie bekommen.
00:25:10: Da kann man jetzt natürlich ganz toll finden wenn Atomkraft eine Baseline gibt.
00:25:14: aber das Problem ist, schönen deutschen Solaranlagen knallt.
00:25:21: Aber deswegen, Leute nicht plötzlich mehr Strom verbrauchen muss man trotzdem Angebot und Nachfrage beim Strom auf einem Level halten.
00:25:27: ansonsten geht die Frequenz flöten und es passieren alles mögliche ganz viele schlimme Dinge.
00:25:31: Weiterhin keine Strommarktexperten.
00:25:33: im Raum ansonstan wäre ich jetzt wieder niedergeschrien worden Und dann müsste man also so ein Atomkraftwerk runterfahren weil Solar- und Wind billiger sind und im Strommarkt ist halt halt der Priorität der Billiga ist.
00:25:46: das macht ja auch Sinn.
00:25:47: Das heißt, wenn der Atomkraftwerk lohnt sich dann nicht mehr.
00:25:49: Dann muss man es runterfahren weil so da ein Wind zu viel Strom produzieren.
00:25:53: Atom Kraftwerke sind aber wirklich nicht dafür gedacht dass man sie ständig hoch und runter fährt das dauert.
00:25:58: Man kann die auch gar nicht auf null fahren Weil dann ist das Ding erst mal eine Woche aus.
00:26:01: das will man ja auch nicht weil irgendwann ist er wieder nacht oder flaute Oder so.
00:26:05: das heißt man kann das höchstens auf vierzig prozent runterfahren Und dann verbraucht.
00:26:09: also kann Es immer noch gut sein dass an einem sonnenreichen tag dann viel zu viel ström im deutschen stromnetz ist Und dann muss man das halt irgendwie loswerden nach außen.
00:26:18: Das haben wir zum Beispiel als in... ...als Zweiundzwanzig die Atomkraftwerke verlängert wurden.
00:26:24: Da wurde ein Drittel des Stroms, den diese Kraftwerke erzeugt haben der wurde ins Ausland verkauft weil es sich einfach in Deutschland nicht gelohnt hat.
00:26:31: Wenn jetzt also alle wieder ihre Atomkraftwerke dahin stellen Dann können auch nicht alle im europäischen Stromnetz Also dass ist so eine Stromverbund Können auch nicht allen ihren Atomstrom an alle anderen Länder verkaufen Weil die haben ja genau das gleiche Problem.
00:26:42: Das heißt mit diesem Variablen hoch runterfahren, weil wir haben zu viel Wind und so viel Sonne.
00:26:47: Was heißt zuviel?
00:26:48: Wir können gar nicht zu viel haben aber mehr als wir brauchen dafür sind diese Atomkraftwerke nicht gedacht.
00:26:53: Dieses Hochunterfahren ist auch nicht gut für die Teile dann gehen sie schneller kaputt.
00:26:57: da muss man die Länge abschalten um sie zu warten oder sie explodieren.
00:26:59: Dann wirst du wieder teurer.
00:27:00: Ja genau
00:27:01: was ist denn die Alternative für flaute Zeiten wenn es Atom Kraftwerke nichts sind?
00:27:05: erst mal ein paar Gaskraftwerken das ist okay.
00:27:08: Die lassen sich sehr schnell anschalten sehr schnell abschalten die sind zugebaut Nicht zu viele, weil die brauchen wir nicht so lange.
00:27:14: Weil wir gerade extrem gut darin werden Batteriespeicher zu bauen dann kann man das einfach in halt so Batterien laden wenn zu viel Sonne ist, zuviel Wind und die dann endladen.
00:27:25: Die kann man auch noch da hinbauen wo der Strom gebraucht wird.
00:27:27: Dann belastet man das Netz nicht sehr.
00:27:29: Das ist auch toll.
00:27:31: Manche Leute wollen auch Biomasse dafür nutzen.
00:27:33: Das kann man jetzt mehr oder weniger sinnvoll finden.
00:27:35: Wegen Flächenverbrauch und solchen Geschichten.
00:27:38: Ja genau!
00:27:39: Das wären so bessere Alternative.
00:27:40: Jetzt
00:27:41: habe ich gestern die Meldung gelesen, dass die Ukraine pünktlich zum vierzigsten Jahrestag plant bestehende Atomkraft Kapazitäten noch auszubauen über die nächsten Jahre.
00:27:53: Und mir ist das richtig aufgestoßen und ich frage mich dann schon auch sind wir oder auch die Linken oder die Ökos sind wir da einfach zu stur umzusehen?
00:28:02: Dass es das auch braucht?
00:28:04: oder ja wie beurteilst du sowas?
00:28:08: Also ich finde, man sollte dazu in der Ukraine auch sagen dass dieser Korruptionskandal letzten Herbst, der Zelensky da auch Probleme gebracht hat.
00:28:16: Der ging aus von der Atomenergie, also von der atomenergy, von der staatlichen Atomenergiefirma in der Ukrainer.
00:28:24: Man darf die Lobbymacht von Atomkonzernen wirklich nicht unterschätzen und dann muss man in ja genau, also dann in so einem Land wie der ukraine Haben die auch einfach wahnsinnig viel Geld und natürlich sind die daran interessiert, dass ihr Geschäftsmodell weitergeführt wird.
00:28:38: Das ist wie mit den fossilen auf eine Weise auch wie mit dem erneuerbaren nur das wir das besser finden.
00:28:43: Und ja also so auch in deutschland war das halt ein riesiger.
00:28:46: als in den siebzüge achtzigeren atomkraft ausgebaut wurde War das ein riesige lobbyerfolg für aeg und siemens und so weiter Die atomkrafwerk in Deutschland bauen konnten wollten damit sie die in alle welt verkaufen können.
00:28:57: weil es halt Also wenn du als Siemens nicht die firma bist die das ding betreibt oder irgendwie geld damit machen muss sondern nur die firme ist die das den gebaut hat und die dann halt einfach wahnsinnig viel Geld dafür bekommen hat.
00:29:07: Ja, dann musst du dich auch nicht dafür interessieren wie problematisch Atomkraft ist weil Du hast ja deinen Job schon getan und das Geld dafür bekommst.
00:29:14: Und deswegen also so in Ländern in denen es schon wieder Atom Kraftwerk gibt gibts eine strukturelle Macht von Atomkonzernen und ich kenne jetzt in der Ukraine was die Lobby Landschaft da angeht nicht gut aus aber deswegen finde ich nicht unklossibel dass es da genauso ist.
00:29:27: wir haben in Frankreich genau das gleiche.
00:29:29: die bauen jetzt weniger Wind und Sonne damit sie grundlastfähige Atomkraftwerke einfach die ganze Zeit durchlaufen lassen können.
00:29:36: Also, ja das ist einfach politische Ökonomie.
00:29:39: so funktioniert Macht und Geld.
00:29:40: Man
00:29:40: muss dazu sagen in der Ukraine wird auch... Die Erneuerbaren werden auch enorm ausgebaut und haben natürlich den Vorteil dass sie dezentral sind und im Krieg natürlich unproblematischer als die Atomkräfte.
00:29:52: Nevoll!
00:29:53: Genau ich weiß nicht wie gut das Netz des ukrainisches Stromnetz geschützt ist.
00:29:57: Das brauchen wir dann halt natürlich mehr und so.
00:29:58: aber
00:30:00: Vielen, vielen Dank Jonas dass du hier warst.
00:30:11: Ja das wars auch schon mit reingehen dem Podcast der Wochentats.
00:30:15: schön dass ihr hier wart und zugehört habt und genau er kennt beim nächsten woche uns dann auch online hören.
00:30:23: den podcast gibt es auf allen podcast plattformen zu hören.
00:30:28: Wir freuen uns.
00:30:29: Wir freuen auch, wenn ihr euch die Wochentats holt im Abo oder im Kiosk und wenn ihr uns online lest, da haben wir ja keinen Bezahlschrank, gefreuen wir uns!
00:30:36: Wenn ihr uns unterstützt über Tatzzahlicht ist unser freiwilliges Bezahlsystem.
00:30:42: Und ja, bye-bye
00:30:44: bis zum nächsten Mal.
00:30:45: Ich sag noch Danke wie immer an Daniel Fromm der das jetzt alles gleich noch schneiden wird damit es später dann noch
00:30:52: online
00:30:52: zu hören sein wird.
00:30:53: Bis bald
00:30:54: Tschüss.
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